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taozentrum Frankfurt am Main

WAFFENFORMEN

Das Waffentraining war in früheren Generationen wichtiger Bestandteil der klassischen Taiji-Ausbildung und hat auch in der heutigen Zeit immer noch seinen Reiz. Das Üben mit Waffen schult das Raumbewusstsein und die geistige Vorstellungskraft. In der waffenlosen Form lenkt man das Qi durch seinen Körper. In den Waffenformen lernt man zusätzlich, sein Qi aus dem eigenen Körper zu projizieren und bis in die Spitze der Übungswaffe zu lenken, um diese nur mit Qi zu bewegen (statt mit Muskelkraft). Dadurch wird der Qi-Fluss im Körper enorm verbessert. Auch die Körperstatik wird anders trainiert als im waffenlosen Taiji. Jede Waffe hat ein gewisses Gewicht, das mal weiter mal näher am Körper vorbeigeführt wird. Um diese Unwucht auszugleichen, muss man seine innere Statik neu definieren und flexibel jeder neuen Situation anpassen lernen.

Die klassischen Waffen des Taiji sind das zweischneidige Schwert („Jian” genannt), der einschneidige Säbel („Dao”), der Langstock („Gun”) und der Speer („Hong Jing Qian”). Darüber hinaus gibt es noch den Fächer, der in alten Zeiten die Waffe der adligen Dame war.

Für jede Waffe gibt es bestimmte Vorübungen und mindestens eine Waffenform. Die Vorübungen trainieren die notwendigen Muskeln, um die Waffe ruhig und entspannt führen zu können.

Ein alter Taiji-Meister beschrieb den Übungsweg folgendermaßen:
„Ein Schüler braucht ungefähr 10.000 Stunden, um ein Schwert sicher zu führen, 1.000 Stunden für den Säbel und 100 Stunden für den Langstock.”

Taijiquan