Innere Prinzipien

In den fortgeschrittenen Kursen beschäftigt man sich mit den so genannten „Inneren Prinzipien” des Tai Chi Chuans. Das sind Methoden und Techniken der Energieführung in den einzelnen Bewegungsbildern.

Aus einem Tai Chi-Klassiker:

„Alle korrekten Bewegungen kommen aus der Vorstellungskraft und liegen nicht im Äußeren.
Gibt es ein Oben, dann auch ein Unten;
gibt es ein Vorn, dann auch ein Hinten;
gibt es ein Links, dann auch ein Rechts.
Wenn die Vorstellungskraft nach oben will, dann führt man sie zuerst nach unten;
wie man ein Objekt, das angehoben werden soll, zuerst verstärkt nach unten drückt, um dessen Wurzeln zu brechen”.

10 Prinzipien des berühmten Tai Chi-Meisters Yang Cheng.-Fu (1883 - 1935):

  1. Den Kopf leer aufrichten, „Jin” erreicht den Scheitelpunkt
  2. Die Brust einsinken lassen, den Rücken aufrichten
  3. Das Kreuz entspannen
  4. Voll und leer unterscheiden
  5. Schultern und Ellenbogen senken
  6. Bewusstsein und nicht äußere Kraft einsetzen
  7. Oben und unten verbinden
  8. Innen und außen vereinen
  9. Kontinuierlich fließende Bewegung
  10. Ruhe in der Bewegung